Nach einer Phase der technisierten und programmierten Geburt wurden im den 70er Jahren mit den Geburtshelfern Frederic Leboyer und Michel Odent Ideen populär, die die Bedürfnisse von Mutter und Kind wieder in den Mittelpunkt stellten. Oft scheiterte die Realisierung dieser Philosophien an den Strukturen der Kliniken.

Aus der gemeinsamen Initiative von engagierten Frauen, Eltern, Hebammen und anderen Berufsgruppen entstanden Mitte der Achtziger Jahre die ersten Geburtshäuser in ihrer heutigen Form. In sehr kurzer Zeit gründeten sich europaweit viele Geburtshäuser, besonders in Deutschland und in der Schweiz. 1993 wurde in Halle das "Netzwerk zur Förderung der Idee der Geburtshäuser in Europa e.V." gegründet, aus dem sich 1999 das "Netzwerk der Geburtshäuser in Deutschland e.V." (www.geburtshaus.de) entwickelt hat.

Vorrangige Aufgabe des Netzwerks ist die Verankerung der Geburtshäuser im deutschen Gesundheitswesen. Die Verhandlungen mit den Krankenkassen zur Übernahme der Betriebskosten in Geburtshäusern, die Entwicklung und Etablierung eines Qualitätsmanagementsystems speziell für Geburtshäuser und die Ausbildung von Hebammenschülerinnen für den künftigen Arbeitsplatz Geburtshaus sind Schritte auf diesem Weg.



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