Liebes Geburtshausteam,

hier meldet sich die Mama von Henrike, am 14.01.09 im Geburtshaus geboren.
Ich möchte Euch nicht den Kommentar unseres Großen ( Luis) zu Eurem Geburtshaus-Logo vorenthalten, neulich, als er eine Broschüre von Euch sah:
"Ich möchte auch mal ein Baby. Weil das so schön ist: Rein ins Haus und wieder raus aus dem Haus..."
Herzliche glückliche Elternzeit



Weitere Berichte:

Fooke | Mariluna | Ellen | Ria Clara | Nele | Momme | Nora | Wautzi | Alma

 

Vertausch ausgeschlossen: Fooke

"Dich haben sie wohl im Krankenhaus vertauscht ..." ein Gedanke, der wohl jedem schon mal gekommen ist, wenn das Kind plötzlich Reaktionen zeigt, die man so überhaupt nicht kennt - hat es das von dir oder von mir? Nun, das Argument fällt weg, wenn man im Geburtshaus war. Das Kind kommt eben gleich mit, drei Stunden nach der Geburt, sonst wird die Mutter müde.

Aber von vorne. Wir haben zwei Jungs, der älteste heißt Frieso, ist fünf und kam im Krankenhaus zur Welt. Auch dort hatten wir uns schon für eine ambulante Entbindung entschieden, aber das klappte aus verschiedenen Gründen nicht. Insgesamt hat uns die Grundeinstellung nicht gefallen: Kinderkriegen schien so etwas wie ein medizinischer Notfall zu sein. Das soll beim zweiten anders sein, sagten wir uns. Eine Freundin schwärmte uns vom Geburtshaus vor. Wir kommen zwar aus den Vier- und Marschlanden und haben einen langen Weg, aber na gut, angucken kostet ja nichts.

Von Anfang an waren wir überzeugt. Besonders wichtig für uns: Wir hatten eine Hebamme, die die gesamte Zeit für uns da sein sollte, bzw. ein Team, das uns bekannt ist. Endgültig überzeugt hat uns der Satz: wir im Geburtshaus können nicht alles - wenn es Kind und Mutter nicht gut geht, ab ins Krankenhaus. Dieses Verantwortungsbewusstsein war uns wichtig. Und dann kam der Tag, an dem die Fruchtblase Wasser ließ. Es war heiß im Juli 2001 - und früh am Morgen. Wir kamen an und es stellte sich heraus, es wird noch eine ganze Weile dauern. Also raus an die frische Luft, die Elbe ist ja nicht weit. Es dauerte noch, auch nach über 12 Stunden wollte sich nichts tun, mal kamen die Wehen, mal nicht. Die Kräfte schwanden langsam; gemeinsam mit der Hebamme entschieden wir mitten in der Nacht: ins Krankenhaus. Beim Autoholen entschied allerdings der Kleine anders: In der lauwarmen Sommernacht kam unser Sohn Fooke im Geburtshaus zur Welt. Er wurde nicht gleich gewaschen, wir konnten uns alle ausruhen, zu dritt lagen wir auf dem Bett und lernten uns erst einmal kennen. Nach drei Stunden fuhren wir glücklich alle drei nach Hause, wo wir in den frühen Morgenstunden einen stolzen großen Bruder vorfanden. Für den war es riesig, von seinem gerade geborenen kleinen Bruder in den Kindergarten begleitet zu werden: "Guckt mal alle..." Dass wir die ersten Stunden alle zusammen erleben konnten, nicht nur die Mutter mit dem Kind im Krankenhaus, das war eine besondere Erfahrung für den großen Bruder und auch für mich als Vater. Familie von Anfang an.

Insgesamt sind wir für das Geburtserlebnis und das ganze Drumherum einfach dankbar. Obwohl uns durch das Geburtshaus ein tröstlicher Gedanke in den Wirren der späteren Erziehungsarbeit genommen wurde, denn Vertauschen ist ja ausgeschlossen. Aber so wichtig ist das denn nun auch nicht.

Doris Spinger und Thorsten Neumann


 


Vater werden ist (nicht?) schwer: Mariluna

Wir hatten uns für das Geburtshaus entschieden, weil wir uns eine Hausgeburt nicht zutrauten. Ein Krankenhaus kam nicht in Frage, weil uns persönlicher Kontakt vor, während und nach der Geburt wichtiger erscheint als Medizintechnik. Bedingung hierfür war das sichere Gefühl, welches wir durch die gute, aufmerksame und sehr individuelle Betreuung in der Schwangerschaft im Geburtshaus bekamen.

Am Sonntag, den 17. Februar, machten wir bei strahlendem Wetter einen ausgiebigen Elbspaziergang, waren sehr ausgelassener Stimmung und genossen abends noch ein köstliches Essen. Da wusste ich plötzlich, dass morgen unser Kind geboren werden würde. Morgens um halb fünf weckte Daniela mich: Die Wehen hatten begonnen. Gegen 6 Uhr informierten wir "unsere" Hebamme Andrea. Um 7 Uhr 40 platzte die Fruchtblase, um 8 Uhr 15 begrüßte uns eine müde, aber strahlende Andrea im Geburtszimmer. Um 10 Uhr war Schichtwechsel. Nicole kam und machte einen prima Eindruck auf uns. Gegen 11 Uhr telefonierte Nicole die zweite Hebamme Regine hinzu. Nicole schlug vor, doch zur Entspannung mal in die Wanne zu gehen. Diese Entspannung löste einen echten "Wehen-Hammer" aus. Der Geburtsvorgang bekam den letzten "Schub" und der Muttermund öffnete sich noch einmal erheblich. Regine bereitete mit Nicole alles für die unmittelbar bevorstehende letzte Phase vor, während ich Daniela in ihren starken Wehen beizustehen versuchte. Um 13 Uhr 10 begannen die Presswehen. Daniela hatte sich für den Gebärhocker entschieden und so konnte ich bald - per Spiegel, denn ich saß hinter meiner Frau und stützte sie - gemeinsam mit ihr das behaarte Köpfchen hervordrücken sehen. Meine Emotionen schüttelten mich durch: Zeitweise vermeinte ich den Geburtsschmerz mitfühlen zu können; grenzenlose (An-) Spannung und (Vor-)Freude wechselten sich mit tiefer Besorgnis ab. Bei der nächsten Wehe kam der Kopf vollends hervor; das kleine Wesen begann sofort ganz leise und sacht zu stöhnen. Ich litt "Todesqualen" bei der Geburt meines Kindes, da der Körper noch nicht draußen war. Währenddessen strahlten unsere Hebammen eine derartige Ruhe und Zuversicht aus, dass ich mich unter Kontrolle halten konnte. Um 13 Uhr 54 endlich "flutschte" das blutverschmierte kleine Wesen in einer letzten großen Kraftanstrengung heraus. Wir hatten eine Tochter bekommen! Ich war high und schwebte in einer völlig anderen Welt. Was dann noch kam, während wir uns zu dritt auf das Bett kuschelten und uns staunend beschnüffelten, war beängstigend, aber relativ harmlos: Die Plazenta ließ sich 90 Minuten Zeit, bis auch sie geboren wurde. Die Hebammen behielten auch hier die Ruhe und leiteten die Nachgeburt mit Akupunktur erfolgreich ein. In der Ruhe liegt die Kraft.

Als wir schließlich um 17 Uhr 30 das Geburtshaus verließen, wussten wir, dass wir diesen Ottensener Hinterhof nicht vergessen würden. Hier begann eine neue Zeit. DANKE! Ihr habt uns viel gegeben.

Ulli Barth


 


Die Geburt hat 26 Stunden: Ellen

"Warum tue ich mir das an", lärmt meine innere Stimme zwischen den heftiger werdenden Eröffnungswehen. "Die Medizin hat wirkungsvolle Schmerzmittel ausgeklügelt und ich - ich verzichte großzügig darauf!" Statt sie dankbar in einem Krankenhaus meiner Wahl anzunehmen, hänge ich im wahren Wortsinn im Geburtshaus herum, springe bei jeder heranrollenden Wehe in den Vierfüßlerstand und atme lautstark die Urgewalt im Unterleib weg. Chemische Schmerztilger gibt es hier nicht - dafür einen behaglichen Raum mit Wanne, gedämpftes Licht, ein Bett fast wie zuhause, sanfter Duft und eine Hebamme, die ganz allein für mich da ist. "Egal! Ich will, dass das aufhört." Energisch verlange ich nach Evelyn, der diensthabenden Hebamme und seit dem Morgen auf den Beinen. Wie ich. Wir kennen uns von der Vorsorgeuntersuchung. Mein Zetern beeindruckt sie nicht; sie bleibt gelassen. "Das ist die Geburtsarbeit, die du leisten musst, Freia. Du hast ausreichend Kraft und Ausdauer dafür, und wir sind für dich da." Während sie das sagt, berührt sie leicht meine Hand und mein Mann Sven streicht mir wie zur Bestätigung über den Rücken. "Nun gut", denke ich, "so fühlt sich Geburtsarbeit an. Ganz schön heftig." Also arbeiten wir weiter. Sven gibt meinem Kopf die lenkenden Worte vor: "Begrüßen, Freia. Komm, Wehe. Atmen. Lächeln. Wehe gehen lassen. Bedanken. Pause." Diese Selbstmotivation funktioniert erstaunlicherweise. Pause. Welch wunderbarer Zustand. Nichts tut weh. Eigentlich sollte ich in regelmäßigen Abständen eine Pause haben. Doch es stellt sich kein Rhythmus ein. Mal kann ich für fünf Minuten verschnaufen, dann wieder bewegen sich drei Wehen hintereinander über mich hinweg oder lassen mir gerade mal eine Minute Ausruhzeit. Mitternacht. "Drei Zentimeter", sagt Evelyn. So weit ist der Muttermund geöffnet. Neun müssen es werden. Seit 18 Stunden liege ich bereits "in den Wehen". Wie lange soll die Eröffnungsphase denn noch dauern?, frage ich mich frustriert. Weitere vier Stunden vergehen. Positiv Denken lautet meine Überlebensregel und mein Rettungsanker heißt Sven. Auch die Wärme des Wassers in der Geburtswanne erleichtert. Endlich stellt Evelyn fest: Der Muttermund ist neun Zentimeter weit offen. "Jetzt habe ich das Gröbste hinter mir", hoffe ich beschwingt. Und werde kurz darauf zurückgeholt. Die Wehen in meinem Leib wandeln sich; schier unerträglich drängen und ziehen sie nach unten. Keine Körperstellung bringt Entlastung. Ich werde ärgerlich. Wütend schreie ich die Qual heraus, wimmere in den Pausen in Svens Armen und rufe schließlich Evelyn: "Hilf mir!" Ohne viel Worte legt sie ihre Hand auf meine Stirn, stützt meinen Kopf. Ich klammere mich an ihren Unterarm. So überstehe ich die Zeit. (Später notiert der Geburtsbericht nüchtern, dass die Übergangsphase etwa eine halbe Stunde dauerte. Was für eine Ewigkeit!) "Presse!" Evelyn ermuntert mich. Meine ersten Versuche, mitzumachen, mißlingen jedoch. Ich bin erschöpft, nichts rührt sich. Angst überwältigt mich: "Schaffe ich es noch? Will ich das Kind überhaupt? Was ist, wenn es mir nicht gefällt, oder ich als Mutter mit dem neuen Leben nicht fertig werde?" Ich kann nicht mehr! Wie Evelyn. Die lange Nacht zehrt auch an ihr. Dennoch hört sie mir geduldig zu und entlässt mich in die Wanne, zum Kraftschöpfen. Später übernimmt Regine die Regie im Geburtsraum; sie ist die zweite Hebamme und wird mich in der letzten Phase zusätzlich begleiten. In der Wärme des Wassers flachen meine Wehen noch mehr ab. Regine ordnet nacheinander an: "Raus aus der Wanne. Gehen. Seile ausprobieren. An Sven hängen. Auf Kommode stützen ... und immer pressen!" Schließlich finde ich mich mit starkem Pressdrang auf dem Geburtshocker wieder - Regine vor mir, Evelyn neben ihr, Sven hinter mir. Regine massiert meinen Damm, Sven redet mir Kraft ein und ich presse, so stark ich kann. Und dann ist der Hinterkopf draußen. Der Dehnungsschmerz nimmt mir die Luft. "Schau mich an und atme", diktiert Evelyn. Atmen und pressen. Pause. Atmen und pressen. Dann haben wir es geschafft. Nach 26 Stunden ist am 5. April 02 um 7:31 Uhr unser Mädchen geboren. Ausgelaugt betrachte ich sie, registriere, dass sie gesund aussieht. Beruhigt kehre ich zu mir zurück. Regine und Evelyn helfen mir aufs Bett, decken mich zu. Sven kuschelt sich zu mir und legt sich den winzigen Erdling auf den nackten Bauch. Still betrachten wir, was zehn Monate in mir gewohnt hat - unsere Ellen. Vorsichtig berühre ich ihre kleinen Finger und spüre einen Kuss auf meiner heißen Stirn.

Freia Hofmann


 


Oma und Opa werden im Geburtshaus: Ria Clara

Anruf von unserer Tochter Bärbel, Sonntag 23 Uhr: Es geht los!! Wir machen uns in Ruhe fertig. Mein Mann bringt mich ins Geburtshaus nach Altona. Ich ( die werdende Oma) bin bei der Geburt dabei; eine aufregende Sache... Wir treffen uns mit Hebamme Anja, richten uns im Geburtszimmer ein. Fühle mich gleich wohl und warte auf die Dinge, die kommen. Bärbel kann die Eröffnungswehen gut wegatmen. Anja bemerkt: "Das Kind strampelt sogar während der Wehen.`` Es geht stetig, aber langsam voran. Bei dem "Stück Arbeit" mit Ball, Gebärhocker und Schlaufen wechseln wir uns ab. In den Pausen gibt es in der Küche mal einen Kaffee, mal einen Tee... Hebamme Sylvia kommt jetzt dazu. Die ersten Vögel fangen im Morgengrauen an zu zwitschern. Die Flut kommt bis 6 Uhr 55 - jetzt muss es passieren (ich glaub dran). Also nochmal anzieh`n: Treppe runter, Treppe rauf... Ein Bad soll es auch noch sein, doch daraus wird nichts mehr. Um 7.17 Uhr, am 29. April 02, erblickt Ria das Licht der Welt, unser zweites Enk(g)elkind ist geboren. Aus meiner Sicht keine leichte Geburt, kann es als Mutter aber gut ertragen, da wir uns vom ersten Moment an durch Zuspruch, Unterstützung, Ermunterung geborgen fühlen. Unsere Tochter nimmt ihr Kind selbst in die Arme. Jetzt beginnt eine lange Zeit des Kennenlernens. Es folgt die Untersuchung. Alles gut. Ein Mädchen mit strammen Oberschenkeln!!! Liebe Glückwünsche von allen Hebammen. Hab das Gefühl: Alle freuen sich mit in diesen Minuten.

Dank an alle vom Geburtshaus. Besonders Anja, für die Begleitung während der Entbindung und Regine, die mir im Vorgespräch die letzten Bedenken nahm. Ich wünsche jeder werdenden Mutter, sie könne sich in die Obhut der Hebammen geben und ihr Kind im Geburtshaus zur Welt bringen.

Karin Wichers


"Ich möchte im Geburtshaus Altona entbinden!" Ich, Vater von Bärbel, schlucke. Wieso im Geburtshaus, wieso wie eine Hausgeburt? Im Krankenhaus ist man doch besser versorgt, falls es mal nicht so geradeaus läuft! Aber warum denke ich gleich in Katastrophen? Weiß eh nur, dass eine Hebamme dabei ist, und wenn es sein muss ein Arzt, oder der Mann bzw. Freund. Am Hansa-Marathon-Tag 2002 war Flohmarkt auf dem Kindergartenvorplatz im Gewerbehof, in dem auch das Geburtshaus ist. Holzspielzeug, Kuchen, Kaffee... und da oben im ersten Stock zwei Fenster, ein bisschen Gardine, zwei Lampen - das ist das Geburtszimmer, bekomme ich mit. Hmm, könnte auch unser Stubenfenster sein. Sehe erst jetzt meine Tochter richtig mit mütterlichem Bauch. Tja, Bärbel - DU möchtest hier ja her, denke ich - noch skeptisch, aber gelassen, denn alle Mütter und Väter mit ihren Kindern machen einen gesunden, guten Eindruck... Was habe ich da eigentlich für Gedanken? Sowas habe ich bei unseren Krankenhausgeburten nicht gedacht. Nur weil es hier Hinterhofcharakter hat? Dabei finde ich Hinterhöfe toll! Bärbel fragt: "Kannst du mich morgen ins Geburtshaus fahren zu Vorgespräch und Untersuchung?" Ja, kann ich, natürlich. Oben vor der Tür Schuhe aus und hinein in die Geburtshaus-Räumlichkeiten. Anja begrüßt uns. Ich setze mich auf einen Halbmond-förmigen Hocker und beobachte das Tun der beiden Frauen (für mich: Mädchen). Und mich, den zum zweiten mal werdenden Opa, überkommt eine Ruhe, Geborgenheit in diesen Räumen und ein Vertrauen in die Nadel-pieksende Hebamme Anja mit ihrer netten Freundinnen-Stimme. Ich war beruhigt. Wenn alles so weiterläuft wie bisher, ist Bärbel hier in guten und richtigen Händen! - Am 29. April ist Ria auf die Welt gekommen. Luci, Rias fünfjährige Schwester, schlief bei mir. Als sie wach wird, sage ich: "Luci, du hast eine Schwester bekommen." Rias große Schwester strahlt. Und der Opa auch. Danke, Geburtshaus Altona!

Dieter Wichers


 


Nele - Irgendwie war es von Anfang an buchstäblich eine runde Sache.:

Vom ersten Info-Abend bis zur letzten Presswehe hatten wir zu keinem Zeitpunkt Zweifel an der Entscheidung, Nele hier im Geburtshaus Altona zur Welt kommen zu lassen. In den Vorbereitungskursen wurden unsere Fragen beantwortet und durch die wöchentlichen Updates entwickelten sich Dialoge ganz von selbst. Irgendwann schlich sich, unbemerkt und wie von selbst, eine gewisse Sicherheit ein, die paradoxerweise parallel zur steigenden Nervosität wuchs. Und Sicherheit ist ein gutes Gefühl. Ganz besonders dann, wenn das erste Mal die Wehen einsetzen.

Es ist bestimmt für jeden, der bei einer Geburt dabei sein darf, schwierig, nach diesem einzigartigen Erlebnis davon zu erzählen, ohne emotionale Superlative zu verwenden und sich in Erinnerungen zu verlieren.

Doch ein bisschen Poesie sei an dieser Stelle erlaubt.

Die Stunden der Geburt waren für mich tatsächlich ein bisschen so, als wäre man Zuschauer eines Theaterstücks, allerdings hat man trotz Reservierung, die freie Platzwahl. Wir haben unsere Karten für die Uraufführung im Geburtshaus gelöst und saßen dafür ein der ersten Reihe. Eine Generalprobe gab es nicht. Doch meine Freundin Nina musste sich in ihrer Rolle als Hauptdarstellerin keine Sorgen machen, hatte sie doch die zuverlässigsten Souffleusen zur Seite.

Ich bin mir bewusst, dass es nicht selbstverständlich ist, eine Bilderbuchgeburt wie die von Nele mit erleben zu dürfen – besonders wenn es die erste ist. Trotzdem glaube ich, dass die Entscheidung für das Geburtshaus eine Grundeinstellung voraussetzt - und die ist das beste Fundament für eine natürliche Geburt.

Mareike Kuhlmeier


 


Momme

Liebes Geburtshausteam, nachdem bereits unsere Tochter Meike im Dezember 2007 im Geburtshaus zur Welt gekommen ist, bestand nun zweieinhalb Jahre später nie ein Zweifel, dass unser zweites Kind ebenfalls in HH-Altona geboren werden sollte, trotz unseres Wohnortes in Bergedorf und der damit verbundenen weiten Anreise. Die Geburt unserer Tochter wurde damals von Nys, Mareike und einer Hebammenschülerin professionell, bei einer gleichzeitig familiären, vertrauten, fast heimischen Umgebung begleitet.

Ich als werdender Vater hatte zuerst Bedenken mit der Entscheidung meiner Partnerin Dagmar im Geburtshaus zu entbinden, da ich Zweifel hatte, ob dort auch die medizinischen Mittel bei Komplikationen im ausreichenden Maße zur Verfügung stehen. Während eines gemeinsamen Vorgespräches und einem kleinen Rundgang durch die Räumlichkeiten, wurden jedoch meine Zweifel beseitigt und ich konnte die Entscheidung von Dagmar nachvollziehen. Während der damaligen Wassergeburt unserer Tochter entstand bei mir insbesondere durch die ruhige Art von Nys, das Gefühl hier richtig aufgehoben zu sein. Und wenn ich dieses Gefühl als Randperson hatte, wie muss sich dann erst meine gebärende Partnerin gefühlt haben! Kurzum, nach dieser erfolgreichen Erfahrung verfestigte sich unser bereits vorhandener Standpunkt, ein weiteres Kind ebenfalls im Geburtshaus zu entbinden.

Dieses Ereignis wurde dann in den frühen Morgenstunden des 30. April 2010 durch den Blasensprung eingeleitet. Zufällig (oder war es doch Schicksal) hatte Nys wieder Dienst. Dieser glückliche Umstand lies bei Dagmar keinen Zweifel, dass auch diese Geburt ohne große Schwierigkeiten verlaufen würde. Nach einer Odyssee mit dem Krankenwagen, kam meine Partnerin gegen 03:00 Uhr im Geburtshaus unter Wehen an und traf auf eine gut gelaunte Hebamme. Gegen zehn Uhr war Schichtwechsel und Silvia und Julia übernahmen von nun an ebenso gekonnt und einfühlsam die Geburtsbegleitung. Um 12:15 Uhr konnten wir dann alle einen Jungen bestaunen, den wir später den Namen Momme gegeben haben.

Auf diesem Wege möchten wir (Dagmar, Jörg, Meike und Momme) uns bei allen beteiligten Hebammen, sei es bei den Vorgesprächen, bei dem Geburtsvorbereitungskurs, bis hin zur Geburtsbegleitung bedanken und abschließend diese tolle Einrichtung für das Gesamtkonzept loben und darüber hinaus noch allen zweifelnden Paaren empfehlen die gleiche Entscheidung zu treffen und im Geburtshaus zu entbinden. Denn wie sagte meine Partnerin so treffend: Krankenhaus ist nur was für kranke Menschen, und eine normal verlaufende Schwangerschaft ist ein natürlicher Vorgang, welcher nichts mit Krankheit zu tun hat.

Liebe Grüße Dagmar & Jörg
Hamburg, Mai 2010


 


Bericht zur Geburt von Nora am 06.02.2010

Als ich am Samstagmorgen gegen 7:00 Uhr die ersten Wehen bekam, wachte ich davon auf. Noch waren die Abstände groß und die Schmerzen moderat, so dass ich davon ausging, noch viel Zeit zu haben. Außerdem hatte die Geburt unseres älteren Sohnes seinerzeit über 30 Std. gedauert und deshalb erwartete ich auch diesmal wieder ein ähnlich langsames Tempo. Ganz entspannt rief ich zuerst unsere Hebamme Eva an und dann meine Eltern, die unseren Sohn Jonas abholen sollten und wecke erst mal alle auf. Ich hatte zwar dass Gefühl, dass es langsam losgeht, aber dachte, dass wir uns alle noch viel Zeit lassen konnten. Auch Eva meinte, dass ich erst mal in Ruhe abwarten und ein Bad nehmen sollte. Aber dazu kam es nicht mehr. Die Wehen wurden immer heftiger und kamen innerhalb von einer halben Stunde schon im 5- Minuten Takt. Ich hatte starke Schmerzen und konnte mich kaum noch bewegen. Deshalb rief mein Mann Sven einen Notarztwagen, der uns zum Geburtshaus fahren sollte, da die eigene Anfahrt in diesem Zustand gar nicht mehr möglich war. Und auch Eva informierte er, dass es nun doch "Ernst wurde" und sie schnell ins Geburtshaus kommen sollte.

Die Geburt war nicht mehr zu bremsen, und innerhalb kürzester Zeit kamen die Wehen schon alle 2-3 Minuten Damit möglichst schnell eine Hebamme bei uns sein würde, alarmierte Eva zusätzlich noch ihre beiden Kolleginnen Jolanthe vom Team B, die heute ebenfalls Dienst hatte und unsere Nachsorge-Hebamme Nys, die zum Glück in der gleichen Straße wie wir wohnte.

Zuerst traf aber der Notarztwagen ein. Die Notärzte wollten mich am liebsten sofort in das nächstbeste Krankenhaus abtransportieren, aber Sven rettete mich und sagte dass mich keiner mitnehmen dürfte, bis nicht die Hebammen da wären. Es dauerte zum Glück nicht lange, dann kam als erste unsere Hebamme Nys. Sie beruhigte mich erst mal und schon kurz darauf waren auch Eva und Jolanthe da. Ich war sehr erleichtert. Nachdem die Hebammen die Situation eingeschätzt hatten, war klar, dass es eine Hausgeburt werden würde. Daraufhin schickte Sven sofort die ganzen Notärzte und Feuerwehrleute wieder weg. Endlich war Ruhe und ich wusste jetzt wird alles gut.

Die Hebammen waren klasse. Sie freuten sich sehr darüber, dass es endlich mal wieder eine Hausgeburt gab, und keine von ihnen wollte wieder gehen. Auf diese Weise hatte ich den großen Luxus von drei Hebammen gleichzeitig betreut zu werden! Irgendwie mobilisierten sie neue Kräfte in mir. Vielleicht hat ja auch der homöopathische "Wundermix" geholfen, den ich zu trinken bekam, jedenfalls hatte ich wieder volles Vertrauen in die Situation und neue Kraft für die weitere Geburt. Der Muttermund war auch schon voll geöffnet und ich empfand die jetzt einsetzenden Presswehen als viel angenehmer, da sie bei weitem nicht mehr so schmerzhaft waren.

Mit Hilfe von Sven probierten wir in den nächsten Stunden alle möglichen Geburtspositionen aus. Am Ende war die Hockstellung aufgestützt auf Svens Arme Noras Favorit für ihre Ankunft. Insgesamt dauerte die Geburt dann doch etwas länger, als wir nach der schnellen Eingangsphase erwartet hatten. Unsere kleine Tochter war nämlich ein Sternengucker-Kind, und durch die ungewöhnliche Kopflage brauchte sie ein paar Stunden mehr um sich durch den engen Geburtskanal zu schieben. Als ich fast am Ende meiner Kräfte war, sagte mir Eva, dass ich das Köpfchen schon mit meinen Fingern fühlen konnte. Da wusste ich dass ich es schaffen werde und es gab mir die Kraft für den letzten Schub. Eva drückte auch noch ein bisschen mit und auf einmal flutschte die Kleine aus mir heraus. Um 12:48 Uhr wurde unsere Nora geboren !! Es war ein wunderbares glückliches Gefühl. Wir hatten es geschafft, und die Schinderei war endlich zu Ende.

Auch Sven hatte ein großartiges Erlebnis gehabt, denn die Kleine hatte, gleich nachdem ihr Köpfchen zu sehen gewesen war schon ihre Augen geöffnet. Als Sternenguckerin sah sie direkt in Svens Augen und er war somit der erste Mensch, den sie erblickte. Ich lag völlig erschöpft und glücklich mitten im Wohnzimmer und hatte unsere kleine Nora in rote Tücher gewickelt auf meinem Bauch gekuschelt. Dazu hörten wir schöne Musik und warteten ca. eine halbe Std. bis die Nabelschnur aufhörte zu pulsieren. In dieser Zeit organisierte Sven erst einmal ein leckeres Frühstück für sich und unsere Helferinnen, denn bis dahin hatten alle noch kaum etwas gegessen.

Dann durfte Sven die Nabelschnur durchschneiden. Jolanthe hatte die schöne Idee die Nabelschnur aufzuheben und drehte sie zum Trocken wir eine Schnecke auf. Wir haben sie in einem kleinen Kästchen als Andenken verwahrt. Nun waren Nora und ich getrennt, und Ingo hielt die Kleine im Arm, während ich auf die Nachgeburt wartete. Nur noch einmal musste mich aufraffen und ein bisschen umherlaufen, was allerdings nur noch im Schneckentempo ging. Und dann, mitten auf der Küchenschwelle kam die Nachgeburt. Schnell legten die Hebammen eine Unterlage aus und zum Glück war es nur ein kurzes unangenehmes Ziehen, dann war die Plazenta schon da.

Danach konnte ich mich dann endlich wirklich entspannen und durfte mich ins Bett legen. Die Hebammen brachten mir die Kleine und sie begann sofort an meiner Brust zu trinken. Später machte Eva auch den Neugeborenentest auf dem Bett und unser Baby war perfekt. Was für ein wunderschönes Gefühl ein rundum gesundes Kind geboren zu haben! Noch dazu als Sternengucker, zu Hause, ohne Ärzte und ohne Medikamente!

Für uns war dies eine unglaublich wichtige Erfahrung, da auch Jonas seinerzeit ein Sternengucker gewesen war, aber wir uns zur Entbindung leider für ein Krankenhaus entschieden hatten. Durch den langsamen Geburtsverlauf endete schließlich alles im Automatismus einer wirtschaftlich arbeitenden Klinik, und ohne noch eine Wahl zu haben kam es am Ende zu einem unfreiwilligen Kaiserschnitt - ein richtiges Trauma. Und jetzt hatten wir endlich den Beweis dafür, dass es nämlich doch alles ganz natürlich geht - man muß sich nur das richtige Umfeld suchen!

Sven und ich sind inzwischen absolute Hausgeburt-Fans geworden. Einen schöneren und liebevolleren Start ins Leben gibt es wohl kaum für ein Baby. Auch die Angst vor Flecken auf dem Teppich ist absolut unbegründet, denn die Hebammen legen alles mit Spezialunterlagen aus, die nachher einfach weggeschmissen werden. Selbst ein Dammriss stellt kein Problem dar. Auch ich war ein wenig am Damm gerissen, und Jolanthe nähte mich mit örtlicher Betäubung gleich noch im Bett. Es war überhaupt nicht unangenehm und ich fühlte mich perfekt versorgt.

Wir können das Hebammenteam des Geburtshauses wirklich aus tiefstem Herzen weiterempfehlen. Die kompetente und professionelle Betreuung ließ nichts zu Wünschen übrig, und wir fühlten uns jederzeit erstklassig versorgt. Nicht zuletzt der freundschafltich-persönliche Umgang miteinander führte dazu, dass wir uns rundum wohlgefühlt haben.

Wir wünschen Euch noch viele weitere schöne Geburtserlebnisse und sind sehr dankbar für Eure tolle Unterstützung. Schön dass es Euch und das Geburtshaus gibt.

Viele Liebe Grüße von Kerstin, Sven, Jonas und Nora



 


O man- schwuppi ist unser knautschi Wautzi da.

Fast 8 Jahr später sind wir wieder im Geburtshaus.

Nachdem unsere beider „großen“ Anton und Zoe so ziemlich den ähnlichen Weg ins Leben gewählt haben. 19 Uhr ins Geburtshaus und um 20.32 Uhr bzw. 20.28 Uhr auf dem Gebärhocker das Licht der Welt erblickend und vorher in der super großen Badewanne die Wehen mit einem „A“ durch Ottensen tragen. Beide Süßen waren vor dem errechneten Termin auf dem Weg.

So, auch diesmal war mein Göttergatte der Meinung ach- in 1 ½ Stunden ist das Kind da! Es wird wie immer…… Nun, da war dann doch einiges sehr anders. Ja, unser Baby ließ sich Zeit. Naja ich habe in meiner Selbständigkeit bis kurz vor Termin mein Projekt noch bearbeitet und in die Richtungen geführt. Montag war der vorgegebene Termin und der Freitag davor war dann noch Auto waschen und Garten in Ordnung bringen angesagt. So—jetzt bin ich bereit. Jetzt kann das Kind kommen. Ja mein Kopf war wohl schon bereit, aber mein Körper mit unserem Baby brauchte ab Termin erst mal Zeit, um Kräfte für die Geburt zu sammeln. Montag, am „Stichtag“ also, zur Untersuchung ins Geburtshaus. Ääää wie ungewohnt und unleidlich war ich noch dazu. „Hier wird wohl heute kein Kind bei Dir schlüpfen. Entspann´dich mal und tu´dir gutes und erhol´dich.“ So die Hebamme Eva erst aus der Hebammen- Sprechstunde und dann Julia aus der Vorsorgeuntersuchung. Abends war dann wieder Schwangeren- Yoga bei Michaela. Oh ja, die Natur! Am besten offen sein wie ein Kelch, ja, ja, ja!! Ong

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag,… o manno ich werde langsam wuschig und habe Szenarien der Geburtseinleitung im Krankenhaus ------- da wo ich nicht wirklich entbinden möchte --- im Kopf. Also bei einem Notfall ins Krankenhaus, damit mir nach einem Unfall geholfen werden kann O.K., aber gesund ins Krankenhaus zu gehen, um mein Baby aus dem Bauch zu begleiten, neee das ist für mich Unbehagen. Igittti ---- Krankenhäuser.

Donnerstag auf Freitag war dann eine Nacht des Ziepens und aus dem Bett zum Bad- Wanderns. Ruf ich jetzt an oder nicht, und wieder eingeschlafen…

Morgens um 9 Uhr dann, T-Netbox sagt mir die Hebamme, die Dienst hat. Ilse-----jähhhhh. Um 10 Uhr ist dann aber Wechsel und so Empfing mich Nys um 10 Uhr im Geburtshaus. Ja heute komme ich nicht mehr zum Yoga, sonder n bekomme mein Kind—Jawohl.

CtG--- ja ordentliche Wehen, das Wasser in der schon bekannten Wanne wird eingelassen. Ujujuju die Wehen werden stärker. Mein Mann kam dann auch endlich „rüber“. Wir gehen nämlich nur über die Straße. Und er war der Meinung, zum Mittag ist die Kleine da, dann kann er unseren Großen, die Ferien haben und zu Hause geblieben sind, Mittagessen machen.

Well- um die Mittagszeit habe ich erst nochmal in Lautstärken, die ich von mir nicht kannte, ein kräftiges „A“ durch die Räumlichkeiten bis zur Stadtgrenze geschmettert. Die Frage warum ich mir das antue stelle ich und schaukel ich im Wasser weiter und harre der Wehen-Wellen, die da noch kommen werden. Denn was weiter geschieht steht in den Sternen. Nys kümmert sich rührend um mich (Energiedrink, Kotzschälchen—der erste Drink kam postwendend wieder raus) und lässt genügend Raum für mich und meinen Mann, der dieses mal intensiver mitmacht muss. Warmes Wasser plätschern lassen, Volvic-Wasser reichen, mir etwas erzählen muss, und, und, und. Wie so eine Quaulquappe war ich jetzt über Mittag im Wasser. Nys schlug mal einen Landgang vor und lies wohlweislich gleich neues Wasser wieder in die Wanne. Im Geburtszimmer zerriss es mich innerlich- gefühlt und das ging gar nicht. Ich fluchte und schimpfte und zack war ich wieder in die Wanne. Wie lange denn noch????


„Ich kann nicht mehr, ich kann wirklich jetzt nicht mehr, ich habe keine Kraft mehr“ gab ich von mir. Und Nys gab an mich zurück, „ gut, prima, das ist genau das was wir wollen, wo wir hin arbeiten, denn jetzt kommt gleich dein Kind“ und ging weg. Na super….und dann schrie ich Nys in der kommenden Wehe sooo gepresst herbei…. Und dann ging alles gefühlte Sekunden. Die Fruchtblasse platzte. Grünlich, blutig… Das Köpfchen sieht man schon, halt deine Hand dort an und press das Köpfchen dort hinein. Ooooooooo ich fühle das Köpfchen und die wuscheligen Haare. Eine Presswehe mehr und………….das Köpfchen ist raus …… und ein bisschen Beckenkreisen, noch eine Presswehe und….der kleine Mensch ist da. Ooooooooo………. Ich bin so berührt und voller Liebe. So ein Wunder und so friedvoll….

Ja, die Geschwister ließen nicht lange auf sich warten und schon standen sie im Geburtszimmer. Oo wie schön es hier ist. Ein Raum voller Erinnerungen… und wir sind einer mehr.


 


Alma - 13 Tage verspätet und dann ganz schnell !!!

Nachdem wir unser erstes Kind (Henri) 13 Tage nach dem errechneten Geburtstermin im Krankenhaus bekommen haben, wünschten wir uns für unser zweites Kind einen Entbindungsort, bei dem mögliche Übertragungsuntersuchungen mit mehr Ruhe ablaufen und bei dem man die Hebammen, die einen betreuen, kennt. Außerdem wünschten wir uns, dass die Hebamme, die die Geburt begleitet, im Hintergrund agiert und trotzdem immer für uns ansprechbar ist. Auf keinen Fall wollten wir das die Geburt früher als unbedingt nötig eingeleitet wird und wir wüssten, dass viele Krankenhäuser nur 7-10 Tage nach dem Termin warten. Im Geburtshaus haben wir genau das gefunden, was wir gesucht haben.

Alle Vorsorgen wurden sehr professionell und mit viel Ruhe ausgeführt. Schön war, dass auch unser zweijähriger Henri bei den Vorsorgen immer willkommen war und der Geburtsort seiner kleinen Schwester deshalb für ihn nichts Abstraktes blieb.

Wie der große Bruder wollte sich auch unser zweites Kind viel Zeit lassen und als am 13. Tag der Übertragung die Herztöne schlecht waren, bekamen wir genau die Betreuung, die wir uns wünschten: Bei jeder Wehe wurden die Herztöne sehr konzentriert von der uns bekannten Hebamme beobachtet und immer wurden wir genau darüber informiert, wie es um die Kleine im Bauch steht. Wir wurden darüber aufgeklärt, dass wir eventuell doch im Krankenhaus entbinden müssten, wenn die Herztöne so schlecht bleiben würden. Nicht einen Moment hatten wir das Gefühl, dass ein zu großes Risiko eingegangen wird. Nachdem nach zwei weiteren Wehen nicht wirklich eine Besserung der Herztöne zu erkennen war, war die Verlegung ins Krankenhaus schon ganz nahe. Die Hebamme guckte nochmals nach dem Muttermund, der plötzlich völlig unverhofft schon über sieben Zentimeter geöffnet war. "Oh, dann machen wir es doch hier, dann dürfen die Herztöne auch mal so aussehen!", die Aussage der Hebamme. Sehr schnell war eine zweite Hebamme da und nur eine gute halbe Stunde später hatten wir unsere kleine Alma in den Armen. Die Nabelschnur war während der Geburt um ihren Hals gewickelt, aber dank der guten Geburtsatmosphäre könnte die Geburt schnell gehen, so dass der Kleinen nichts passiert ist.

Auch die Stunden nach der Geburt konnten wir sehr genießen: Im großen Bett alle drei gemeinsam zu liegen und alle Zeit der Welt für ein erstes kennen lernen zu haben war wunderschön!

Wir sind dem Geburtshausteam sehr dankbar, weil wir uns recht sicher sind, dass unter Krankenhausbedingungen ein Kaiserschnitt gemacht worden wäre.

Danke sagen Sophie und Ulf













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